00:00:04: Ja, Matthias ist wieder bei mir.
00:00:07: Unser Autor der Trilogie Tinte und Schwert.
00:00:11: Band eins ist ja mittlerweile jetzt veröffentlicht und geht bis voll in Band zwei.
00:00:17: Wir hatten zwischendurch ein bisschen Pause.
00:00:19: Schön dass du aber wieder da bist!
00:00:20: Wie geht's dir Mathias?
00:00:21: Mir geht es gut, danke!
00:00:23: Und wir sind gerade zurückgekommen aus Wevelinghofen.
00:00:26: Wieder ein Event mit meiner historischen Gruppe.
00:00:29: Wieder viele Dinge dazugelernt wie das Leben eben so damals sich abgespielt hat.
00:00:34: sehr interessant.
00:00:35: Okay, ja toll und wir heute haben uns vorgenommen das Thema Waffen- und Techniktechnikwaffen und Techniktaktik so ein bisschen aufzugreifen und das kommt ja im Krieg auch unheimlich viel vor natürlich aber auch dann durch natürlich auch in deinem Buch Und dafür soll der Podcast der Dienen auch ein bisschen Hintergrundinfo zu bekommen.
00:01:00: Was hat's denn damit auf sich, wenn man das mal liest?
00:01:02: Eine Pieke oder man liest Muskete oder mal liess Kartonne und dass man einfach das irgendwie ein bisschen einordnen kann was da ist.
00:01:11: aber bevor wir das alles mal aufdröseln Bevor wir loslegen hattest du ja einen ganz außergewöhnliches Erlebnis in einem Museum.
00:01:22: Du warst grad gesagt bist du gerade wieder zurückgekommen Unterwegs, erzähl doch mal was es dir da so begegnet.
00:01:28: Genau vor drei Wochen war ich mit der Gruppe Regiment Johann Wolf in Portange in Holland in den Niederlanden und da eben eine Schlachtnachstellung die damals stattgefunden hat und wir wurden eingeladen vom Ostfriesischen Landesmuseum in Emden.
00:01:43: Und zwar ins Depot.
00:01:46: Fünf von uns durften dahingehen und das Depot ist nicht öffentlich.
00:01:51: Es dürfen also keine Besucher da rein.
00:01:53: Wir wurden eingeladen und wir, das waren eben fünf von uns vom Regiment Johann Wolf.
00:01:59: Und die anderen vier alle Spezialisten in Waffenausrüstung.
00:02:03: Die kennen sich richtig gut aus!
00:02:04: Und die haben mich mitgenommen.
00:02:05: Das ist für mich wie ein Ritterschlag und wir durften dann eben in dieses Depot rein.
00:02:11: Wir haben vier Stunden nach denen verbracht.
00:02:14: Wir durften die Waffen nicht nur anschauen, denn wenn du ins Museum gehst siehst dir die Waffe in der Glas zum Beispiel.
00:02:20: Das kannst du ja nicht anfassen!
00:02:22: Wir durfte alles was wir wollten durften wir in die Hand nehmen
00:02:26: Und dann auch natürlich, wenn du sagst im Depot also Sachen die eigentlich ja gar nicht in der Ausstellung sind.
00:02:31: Das sind die Sachen, die dann vielleicht irgendwann mal in eine Ausstellung kommen weil sie noch restauriert werden oder wie auch immer?
00:02:37: Genau!
00:02:38: Also es waren ausrüstungen Waffen da, die in extrem schlechten Zustand waren und dann teilrenoviert oder voll renoviert und dann eben Bestände, die vielleicht irgendwann einmal ins Museum kommen, vielleicht auch nie.
00:02:50: aber das war wirklich ein Schatz, das war unglaublich gewesen Und wir durften die Waffen natürlich nur mit Handschuhen anfassen.
00:02:59: Das scheint ein riesen Thema zu sein, Schweißfinger oder Schweiß also das macht das Material natürlich kaputt.
00:03:05: aber Wir durften Die waffen auch auseinander legen und dass ist das besonderer dabei.
00:03:11: also nicht ich Aber unsere Experten Die dürften die musketen zerlegen in die einzelteile vermessen Fotografieren, das Gewicht feststellen.
00:03:25: Das ist ein Schwerpunkt.
00:03:26: Balance der Musketen denn es ist ja unser Anspruch so authentisch wie nur irgend möglich diese Waffen nachzubauen was ja schon gemacht wird.
00:03:35: meine Waffe ich habe eine Muskete ist zum Beispiel von Regiment und Es ist immer ein ständiger Verbesserungsprozess.
00:03:43: Und da waren wir eben da drin gewesen für vier Stunden und Ich hab halt unterstützt mit halten für das Fotografieren oder einfach mich drinnen auch umgesehen.
00:03:55: Das war also wirklich unglaublich, weißt du?
00:03:57: Es ist eine Sache wenn Du über Geschichte liest aber es ist ganz anders wenn Du wirklich mittendrin stehst und diese Dinge die diese Waffen die vor vierhundert Jahren benutzt worden Wenn Du das in der Hand hast wenn Du siehst oder wenn Du spürst wie schwer die sind wenn man versteht wieder wie die funktioniert haben Dann lebst du richtig in der Geschichte.
00:04:19: Das war schon wirklich aufregend
00:04:20: gewesen.".
00:04:20: Ist natürlich für dich auch als Autor ein wahrer Schatz, ne?
00:04:23: Also wenn du kannst dann viel besser beschreiben wie sich sowas anfühlt so was mal in der Hand zu halten als wenn du jetzt ein Bild von dem Gewehr oder aus einer Muskete oder auch von Munition siehst und das dann beschreibst ist ja etwas anderes wie wenn du es nachher im Buch verarbeiten kannst und hast selber einen Gefühl dafür.
00:04:46: tatsächlich... wörtwörtlichen Sinn, Gefühl dafür wie sich das anfühlt so was mal in der Hand gehabt zu haben.
00:04:52: Genau und das ist ja auch etwas... Wie will ich das sagen?
00:04:56: Also das war mir sehr wichtig gewesen!
00:04:58: Ich wollte nicht nur authentisch schreiben sondern ich wollte auch emotional authentisch schreiben und deswegen bin ich auch Mitglied im Regiment Wolf um das zu erleben den Schlachtlärm, den Pulverdampf im historischen Zeltschlafen Da ist ein Chaos bei der Schlacht und eben auch die Waffenspüren.
00:05:20: Und wenn das kriegst du in keinem Fachbuch, kannst du das rauslesen?
00:05:26: Klar!
00:05:27: Das muss man wirklich erleben.
00:05:28: Du musst im Dreck den Schlamm hinter Kälte stehen, das Gewicht der Waffen spüren und wie sie zu handhaben sind.
00:05:36: Das war für mich die beste Recherchequelle überhaupt um dann das so wiederzugeben in Tinde und Schwerb.
00:05:45: und das eben emotional auch schreiben zu können.
00:05:48: Dann lass uns doch da mal ein bisschen einsteigen, und zwar haben wir ja schon viel in unseren vorrangigen Podcasts über gesprochen – über Mosketen, über Hellebaden beispielsweise von Schwertern, von Kanonen.
00:06:05: Unzählige unterschiedliche Waffen.
00:06:07: was wir da schon gesprochen haben oder was man da lesen kann aber kann man es irgendwie ganz grob mal einteilen?
00:06:15: Oder wie würdest du es einteilen, dass man so einen groben Überblick erst mal bekommt?
00:06:18: Also für mich habe ich die Einteilung getroffen.
00:06:20: So eine Vierereinteilungen, Hieb- und Stichwaffen ganz grob Und dann die Schusswaffen Die Atellerie und die Brand-und-Sturmwaffen.
00:06:29: Das ist für mich so diese
00:06:31: vier Groben überbegriffen.
00:06:34: Dann lass uns doch mit Hiebb und Stichtwaffen mal beginnen.
00:06:37: Was mir da als Erstes einfällt ist eigentlich so Lanze und Schwert.
00:06:44: Was gibt es aber noch?
00:06:46: Es gibt noch vieles mehr.
00:06:47: Lass uns mit den Stangenwaffen anfangen, der Spieß ist so eine Sammelbezeichnung für alle langschäftigen Waffen die zum Stoßen, zum Aufspießen genutzt werden.
00:07:00: und das ist z.B.. Die Lanze kannst du dir vorstellen in übergroßer Speer.
00:07:05: Einfach ein Stock, zwei Meter, zweieinhalb Meter lang mit einer Spitzepfanne dran wurde vor allem im Mittelalter auch noch von den Reiternrittern auch noch oft genutzt.
00:07:14: die Lansenreiter
00:07:15: sieht man ja auf Ritterfest spielen ganz großes spektakel immer.
00:07:21: Also das war vor allem in dem Mittelalter sehr verbreitet gab es auch noch einen dreisegärigen Krieg ist aber immer mehr verschwunden.
00:07:28: also der Lanzenreiter ist immer mehr in den Hintergrund gekommen, weil andere Waffen dominiert haben und wurde natürlich auch noch von Fußdruppen mitverwendet.
00:07:40: Dann gab es noch die Partisane.
00:07:42: das ist so ähnlich wie eine Lanze hat aber ein flaches Klingenblatt und hat auch noch so Haken an der meistens anderen Seite, die dann nach vorne gehen wurde dann oft als Repräsentationswaffe genutzt zum Beispiel von Offizieren Und oder von der Leibwache, die hatten dann die Partisanik bei Märchen.
00:08:02: Oder wenn Paraden waren wurden die dann oft eingesetzt auch mit Schlaufen und Federn.
00:08:08: Also auch durchaus so ein bisschen dekorativ dargestellt.
00:08:12: Dann eine ganz interessante Waffe finde ich Die Hellebade!
00:08:16: Für mich ist es das Schweizer Taschenmesser der frühen Neuzeit.
00:08:21: Weil die Helle Bade ist ne Stichwaffe, ne Stoßwaffe.
00:08:26: Gleichzeitig aber auch ne Hipwaffe.
00:08:28: Sie hat also auch eine zusätzliche, so wie an der Axt.
00:08:32: So ne Schneide dran, wo du als auch mit Zuselagen kannst.
00:08:36: Sie hat Haken dran und wo du zum Beispiel einen feindlichen Reiter vom Pferd ziehen könntest.
00:08:42: Also wirklich ein Multifunktionsweg.
00:08:46: Sehr interessante Waffe!
00:08:47: Und dann natürlich die Stangenwaffe schlechthin.
00:08:50: im siebzehn Jahrhundert war... Die Pieke.
00:08:53: Die gibt's bis zu fünf-einhalb Meter Länge?
00:08:57: ganz langer Schaft, lange Stabspitze vorne drauf.
00:09:00: Und das war gerade zum Beginn des dreißigjährigen Kriegs eigentlich die Hauptwaffe in der Infanterie.
00:09:07: Etwa zwei Drittel der Fußsultaten haben die Pieke benutzt und ein Drittel Musketen im Musketüret.
00:09:15: Das hat sich im Laufe des Krieges dann auch verändert.
00:09:21: Ja damit hat man also feindlicher Reiter abgewährt.
00:09:24: zum einen gegen den feindlichen Pickeniertrupp ist man damit vorgegangen.
00:09:32: Und wenn wir dann zu den Hiebwaffen kommen, also der Hybrid die Elevate hatte ich ja schon kurz erwähnt und da gibt es auch unzählige Waffen.
00:09:42: Wir haben alle schon die Streit-Axt gehört.
00:09:44: In Streit haben wir Streitkolben.
00:09:46: Morgenstern kennen wir alle aus den Ritter Comics oder Spielmann von früher gab's da auch noch den Kriegspflege so was Ähnliches wie ein Morgenstern, nur erst nicht eine Kugel mit Spitzen sondern einfach so länglich.
00:10:01: Wie einen Fliegel, wie ins Rechtsflägel?
00:10:03: Genau genau und ich meine auch da kommen das auch daraus.
00:10:06: aus dem Rechtsflägel kommt es dann raus.
00:10:08: Stimmt
00:10:08: ja.
00:10:08: Modifiziert worden damit Dornen und Spitzen natürlich dran zum Schlagen.
00:10:13: Und ziemlich übel!
00:10:16: Dann gibt's die langen Klingen und auch hier wieder so ein breites Spektrum.
00:10:20: Da verwischen auch die Begriffe oft.
00:10:24: Als Oberbegriff kann man das Schwert nennen.
00:10:26: Jeder war vor allem im Mittelalter auch als Hiebwaffe genutzt, also ein kräftiges Klingenblatt zum Stechen und v.a.
00:10:35: aber auch zum Schlagen.
00:10:37: Und daraus entwickeln sich viele andere Formen.
00:10:41: Im Dreißigjährigen Krieg waren der Degen so die Hauptklingewaffe – lange Klinge!
00:10:48: Auch da wieder gibt es viele unterschiedliche Formen wie Reiterdegen oder Offizierstegen für unterschiedliche Zwecke.
00:10:56: In Säbel kennt jeder auch, Säbl ist ein... Aus
00:10:58: Piratenfilmen leer?
00:10:59: Ja ganz
00:11:00: genau!
00:11:00: Das ist einfach so wie die Türken, die Osmanen haben.
00:11:03: Wir haben das dann also in östlichen Ländern, die haben das gerne benutzt leicht gekrümmt.
00:11:07: Das ist dann einfach der Säbel.
00:11:09: und
00:11:11: Ja, ich glaube das verändert sich natürlich auch in der Zeit.
00:11:14: Waffen passen sich genauso wie sie heute auch immer weiter anpassen und auch an den Gebrauch.
00:11:20: Also wenn man mich an einen Museumsbesuch erinnert alleine Schwärter waren ja manchmal die Manns hoch am Anfang glaube ich.
00:11:28: Wenn man noch eins zu eins gegeneinander gekämpft hat und dann wo man aus Pferd gestiegen ist da mussten die einfach kleiner werden weil so ein Riesen eine Meter Achtzig langes Schwert vom vom Pferd zu schwingen, ist dann auch schwierig.
00:11:42: Also muss ich das irgendwie handlicher machen?
00:11:44: Ja
00:11:44: und da fällt mir eine witzige Geschichte dazu ein.
00:11:48: Als ich so angefangen habe vor einem halben Jahr mit Regiment Johann Wolf, der Vorstand Uwe Klotz hat mir seinen Degen geliehen, damit ich halt mit Ausrüstung so ein bisschen auftreten kann.
00:11:59: Aber er ist groß!
00:12:00: Da war es wirklich großen Dementsprechend der Degen für ihn angepasst.
00:12:05: Dann war ich in der Schlacht in Heile gelehen in Holland.
00:12:07: Ich habe mit der Muskelle gekämpft, aber es geht dann auch in den Nahkampf rein.
00:12:11: Es ist ja ein Schauspiel und die Klingen sind nicht scharf übrigens.
00:12:17: Aber trotzdem das Gewicht so, dass alles so ist wie damals war... ich wollte den Degen ziehen!
00:12:23: habe ich mich aus der Scheide gekriegt, weil mein Arm nicht langsamer
00:12:26: war mit das Teil
00:12:28: komplett raus zu ziehen.
00:12:29: Ich sagte Uwe, das bricht nichts!
00:12:31: Ich brauche einen kürzeren Dämen, den ich jetzt auch habe.
00:12:34: Jetzt habe ich also wirklich ein Maß gefertigt für mich, den man dann mühelos einfach auch ziehen kann und je länger die Waffe ist, desto unhandlicher wird sie natürlich.
00:12:45: Du hast vorhin angesprochen, die langen Schwerte haben.
00:12:47: Das sind die sogenannten Biedenhänder oder zwei Hände.
00:12:51: Es gibt noch eineinhalb Hände, also wirklich Schwerte, die teilweise im Mannshock sind und auch schwer.
00:12:58: Die werden mit zwei Händen
00:13:00: geführt.
00:13:02: Dass man Waffen auch das Mittel alters, Spätenmittel alters.
00:13:05: Und die wurden oft dazu genutzt um in den feindlichen Pikenierhaufen einzudringen und zwar mit diesen Schwertern die feindliche Piken zu zerschlagen.
00:13:16: Und das hat sich aber durch die Kriegsführung auch geändert.
00:13:19: und dieser Biedenhänder, diese zwei Hände ist immer mehr in den Hintergrund getreten weil er einfach nicht mehr zweckmäßig war.
00:13:27: Dann hast du noch ein interessantes Wort mitgebracht.
00:13:32: Das hatte ich überhaupt nicht zu diesen Hieb-und Stichwaffen gehört.
00:13:37: Ein Katzbalger!
00:13:40: Das haben wir uns nie gehört.
00:13:42: Interessante Name ja?
00:13:43: Das waren ein kurzes Schwert... Auch hier auch wieder spätes Mittelalter, sechzehn ist Jahrhundert vor allem.
00:13:49: Und die Landsknechte haben oft diesen sogenannten Katzpalger benutzt und der Name leidet sich daraus ab dass sie sich dann halt wie die Katzen gebalgt hat.
00:14:00: Ah ok!
00:14:01: Und das sind also die Quellen, die ich da so gefunden habe, den Namen so erklärt finde ich sehr witzig interessant.
00:14:07: Ja
00:14:08: dann lass uns noch... eins aufgreifen, Hieb und Stichwaffen.
00:14:13: Was glaube ich damals jeder so mit sich geführt hat?
00:14:16: Ein Dolch oder ein Messer wird oftmals verwechselt aber es gibt einen feinen Unterschied.
00:14:22: was ist der Unterschied zwischen dem Dolchen im Messer?
00:14:26: also der Dolch ist primär als Waffe gedacht und er hat zwei Schneiden.
00:14:32: das Messer hat eine schneide.
00:14:35: Das Messer kennen wir ja.
00:14:36: Die Funktionswerkzeug, dass du zum Butter aufstreichen gehst und für Zündnetzen so allen möglichen.
00:14:42: Natürlich kannst du mit dem Messer
00:14:44: auch töten?
00:14:44: Kannst
00:14:45: du auch töden, kann es auch zwar für einsetzen... ...und mit einem Dolch kannst du bestimmt auch die Butter ausgespielen!
00:14:52: Aber das ist eigentlich der Hauptunterschiede als zwei Scharfeklingen.
00:14:56: Und der Zweck eben durch wirklich zum Töten.
00:15:00: War jetzt, wenn wir gerade bei dieser Sache bleiben, fällt mir eine Sache ein?
00:15:03: Vielleicht kannst du spontan beantworten.
00:15:05: Waren so Waffen auch gewissermaße Status-Symbol und Standessymbol also je höher der Rang das so Schmuckwoller waren vielleicht auch Waffen gewesen?
00:15:18: Ganz
00:15:18: genau absolut ja.
00:15:20: vor allem ich habe es schon angesprochen die Patessane war so ein Offiziersymbol gewesen, hellebarte auch teilweise.
00:15:27: Also Waffenoffiziere, Wachen-Offiziere die haben da so oft bekommen aber auch als Statussymbol übrigens auch die Degen.
00:15:35: und es gibt ja ... wir kennen das ja aus den Museumen Es gibt die Körbe der Degen also dieser Schutzgegriff Teilweise ist extrem reich verziert und vergoldet mit Perlmod und was halt wirklich wertvoll damals war, auch mit eingearbeitet.
00:15:54: Übrigens nicht nur in den Klingen- und Stichwaffen, aber auch in den Schusswaffen.
00:15:58: Also es gibt ja Waffen die noch da sind von Herzhögen, von Fürsten, die sehr reich verziert sind.
00:16:07: also da haben die Leute gern ihren Status und ihren Reichtum zur Schauke stellt.
00:16:13: Auch über die Waffen sich definiert.
00:16:16: dann lass uns doch mal auf die Schusswaffen kommen, weil ich glaube da müssen wir noch ein bisschen weiter ausholen.
00:16:22: Da gibt es ja auch das unterschiedlichste von der heute auch von einer Pistole kleine Handfeuerwaffe bis hin zur Artillerie, die über zig Kilometer heutzutage schießen können.
00:16:40: Mittlerweile gibt's auch Raketen und so weiter in dem im Militär, aber die hatten sie damals zum Glück noch nicht.
00:16:47: Aber auch da müssen wir unterscheiden glaube ich bei den Schusswaffen.
00:16:50: Genau, Schuss Waffen war natürlich... Die Muskeete war sehr stark verbreitet wie ich ja schon erwähnt hatte am Anfang des dreißigjährigen.
00:16:57: etwa ein Drittel der Fußsultaten hatte Muskeden gegen Schluss waren es dann schon fast zwei Drittel die mit Muskehde bewaffnet waren.
00:17:06: Dann gibt es die Ratschlosspistole.
00:17:11: Reiter gedacht war, denn ein Reiter konnte die Muskete nicht vom Pferd aus bedienen.
00:17:16: Es gab dann aber auch so einen Zwischending zwischen Pistole und Musketen – das war der Arkebuse.
00:17:22: Der Arkebusse war eine kleinere leichtere Muskette, hatte aber ein Steinschloss.
00:17:28: Das konnte ein Radschloss sein oder eine andere Form von Schlosses.
00:17:32: Es musste vom Pherdaus bedienbar sein, das war wichtig!
00:17:36: Und dann gab es die sogenannten Hakenbüchsen Und das waren ganz besonders schwere Musketen, Haken deswegen.
00:17:44: Weil die hatten Sonnensteigen rückstoßen, dann konntest du als Mensch ... Kann ich mal aufhangen?
00:17:49: Dass er dir vielleicht die Schulter zerteppert oder dich nach hinten geschmissen.
00:17:52: Deswegen haben sie mit einem Haken einfach diese Waffe eingehakt zum Beispiel.
00:17:58: Es gab so spezielle Klemmhölzer oder auf der Brüstung von einer Steinbrüstung irgendwo eingehackt.
00:18:06: Wir hatten übrigens in Empten haben ja so eine Hakenbüchse auch dann hingelegt auf dem Boden, darf mir von oben fotografieren.
00:18:14: Die war also um den Größenvergleich zu sehen, die war knapp zwei Meter lang gewesen und hat etwa fünfzig Kilo bewogen.
00:18:21: Also kannst du als eine Person überhaupt nicht mehr bedienen?
00:18:25: Und die Hagenbüchen, die schossen natürlich weiter und man konnte auch besser zielen mit ihnen.
00:18:35: Zwei berühmte Opfer von Hakenbüchsen, das ist zum einen der General Pappenheim.
00:18:40: Der in der Schlacht, die bei Lützern war, ist erschossen worden und ist also in der Nacht noch von den anderen Verletzungen erlegen unter Tilly, der dann einige Zeit später an der Nähe oder bei der Donau irgendwo auch von so einer Haken-Büchse getroffen wurde dran gestorben ist.
00:19:01: Dann lass uns doch dabei bleiben und wir kommen dann später noch mal zurück auf das größere, auf die Größe haben.
00:19:07: oder fangen wir beim kleineren an, lass uns bei der Moskete immer bleiben!
00:19:11: Du hast ja eine Moskede tatsächlich selber.
00:19:16: Woher hast du die?
00:19:17: Funktioniert sie tatsächlich?
00:19:19: Brauchen wir dafür ein Waffenschein?
00:19:20: Also es ist eine sogenannte freierwerbliche Waffe und ich habe meine vom Regiment Johann Wolf.
00:19:29: Wenn du sie scharf schießen möchtest, muss die natürlich Schuss zugelassen sein.
00:19:34: Ist dann auch von der Behörde überprüft worden... Also die führen zu viel Pulver ein und die überladen die Waffe absichtlich.
00:19:43: Es geht ja darum, hält das Rohr den Schuss aus?
00:19:46: Das darf ja nicht platzen, es darf da keine Gefahr ausgehen.
00:19:48: also ist Schuss zu gelassen.
00:19:50: Man muss wenn man diese Waffe bedienen will, muss man eine spezielle Erlaubnis haben um mit Schwatzpulvern Vorderlader umgehen zu können.
00:19:59: Und Paragraph siebenundzwanzig von bla bla bla, das ist jetzt keine Ahnung, weiß ich nicht.
00:20:03: Und die muss ich auch immer mit mir führen also alle Musketiere, die auf diesen Veranstaltungen sind und die Waffe auch benutzen, auch mit Schießen.
00:20:14: Die müssen diese Papiere oder diesen Ausweis so was wie ein Führerschein für diese Waffe mitführen.
00:20:21: Ich habe ja ... Lass mich anders anfangen!
00:20:25: Es gibt wissenschaftliche Berichte über die Treffsicherheit der Muskeete.
00:20:30: Genau, das wäre interessant ja!
00:20:32: Und ich glaube das nicht.
00:20:36: Also ganz grob gesagt haben wir festgestellt auf, ich meine auf siebzig Meter Entfernung hast du noch eine fünfzigprozentige Treffer Chance auf Körpergröße eine Scheibe zu trennen.
00:20:50: Und das konnte ich mir nicht vorstellen.
00:20:51: Ich habe das selbst ausprobiert, ich bin ja im Schießverdauern auch drin und ich hab ja die Waffenbesitzkarten für verschiedene Waffen und da hat sich das eben angeboten und mein Verdacht hat sich bestätigt.
00:21:03: also ich habe dann drei Schuss abgegeben aus fünfzig Meter auf eine schreibe.
00:21:07: die war so ein halben Meter auf einen halben m etwa ein Treffer drauf.
00:21:12: jetzt habe ich aber mit der Waffe aufgelegt geschossen, also im Ruhezustand.
00:21:17: Ich hatte Ruhe gehabt und man hat heute auch ein besseres Schwarzpulver als früher.
00:21:24: Und was mir dann aufgefallen ist, das habe ich noch in keinem Fachbuch gelesen.
00:21:29: Ich wollte eine weitere Kugel reinstecken die fette Kugeln, die ging gar nicht mehr in den Lauf weil beim Verbrennen oder beim Explodieren des Schwarz-Pulvers entsteht Sogenann der Schmauch, also Pulverrückstände.
00:21:43: Das hängt im Rohr und das setzt sich immer weiter zu Und ich musste die Waffe reinigen bevor ich überhaupt wieder schießen konnte War nicht sehr interessant.
00:21:52: Dann hat sich das für mich auch erklärt warum sie früher oft verschiedene Kugelngrößen dabei hatten.
00:21:59: Das heißt wenn die ihre Kugel nicht mehr reingekriegt haben dann haben die einfach eine nächste kleinere Kugl reingeht oder Sie konnten dann einfach nicht mehr schießen und das war natürlich.
00:22:08: in der Schlacht ist es natürlich Eine heikle Sache.
00:22:12: Und jetzt stelle ich mir vor, wenn die in der Schlacht damals waren ... Du bist ja unter Adrenalin und das habe ich in der Schlachtenachstellung Heilingerley mit erlebt.
00:22:22: Obwohl wir nicht scharf schießen.
00:22:24: Wir benutzen zwar das Schwarzpulver aber natürlich keine Kugeln dazu.
00:22:28: Wir wissen es ist ein Schauspiel.
00:22:29: Es ist alles gestellt und es gibt sowas ähnliches wie eine Choreografie.
00:22:34: Aber du spürst das Adrenaline!
00:22:38: Der Lärm, du verstehst wegen des Lärmes.
00:22:40: Verstehst du die Kommandos?
00:22:41: Das offiziere es nicht mehr!
00:22:43: Der Pülverdampf nimmt dir die Sicht etzt in der Nase... Es ist wirklich chaotisch das Ganze.
00:22:49: und jetzt stell dir vor, die schießen mit scharfen Kugeln.
00:22:54: Man bekämpft sich auf Leben und Tod.
00:22:56: rechts und links von dir brechen deine Kampfgefährten, deine Kampfbrüder zusammen und Schmerzensschreihe, toteschreihe so.
00:23:05: und dann musst du noch funktionieren.
00:23:07: Dann musst du deine Waffe noch richtig laden und noch zielen.
00:23:11: Und schießen.
00:23:12: also ich glaube, dass die Trefferquote extrem schlecht gewesen ist.
00:23:18: es war also berichte wissenschaftliche Berichte behaupten auch es ging mehr um die Schockwirkung.
00:23:23: ganz einfach in deiner Reihe von fünfzig oder hundert Musketieren auf einmal dann los schießt das ist natürlich das macht schon Eindruck.
00:23:30: und wenn du dann auf fünft bis hundert Meter Entfernung die feindlichen Linie hast Dann werden einige Treffer, einige feine Christe natürlich.
00:23:39: Es
00:23:39: ist ja dann auch so, stelle ich es mir jetzt vor... ...es ist ja fast wenn da so viele nebeneinander stehen.
00:23:45: wir reden jetzt nicht um Präzisionswaffen also dass man sagt das ist ein einzelner Scharfschütze sondern das ist er dann eher quasi wie aus einer Schrottflinte geschossen.
00:23:55: auf einmal bricht es los und da fliegen jetzt dann hunderthundertfünfzig Kugeln gleichzeitig.
00:24:04: irgendwas werden die schon treffen
00:24:05: Genau.
00:24:06: Solange es nicht so hoch und zu tief geht, trifft's irgendwas?
00:24:09: Irgendwas wird es treffen.
00:24:10: Irgendwer wird umfallen.
00:24:12: Und da geht es ja gar nicht darum, dass jeder jeden trifft sondern glaube ich das einfach da selbst gleichzukommen.
00:24:21: Selbst auch ein Kanonenkugel ist brutal uneffektiv eigentlich.
00:24:27: die hat einen Einschlag.
00:24:29: Und es muss ja auch erst mal treffen.
00:24:32: Wenn die daneben geht, dann geht's glaube ich auch wieder darum viele viele viele zu treffen.
00:24:36: Genau genau also das war nochmal eine eigene Sache aber lass uns mal kurz bei den Musketen bleiben.
00:24:42: Möchte ich noch was erwähnen in einem Spezialfall der nämlich im Tinde und Schwert zwei eine Rolle spielen wird?
00:24:49: Die musketen hatten damals glatte Läufe, glatte Rohre.
00:24:54: heute hat jedes die Muskete ist ja der Vorläufer des Gewehres Und heute hat jedes Gewehr einen sogenannten gezogenen Lauf.
00:25:02: Das heißt, es sind Rillen im Lauf rein gefräßt, spiralförmig damit das geschossene Trall bekommt und durch diesen Trall stabilisiert er sich im Flug.
00:25:13: Und das hatten die Musketen nicht gehabt.
00:25:14: Es war einfach ein Rohr.
00:25:15: Ah okay.
00:25:16: Und da waren die Kugel drin und die Kuge ist bei den normalen Musketen in der Regel nicht in ein sogenanntes Schusspflaster eingewickelt worden.
00:25:24: Also die Kugel eiert.
00:25:25: Das heißt, dass man noch die Kugell in ein eigenes Papierchen einbildet?
00:25:30: Genau!
00:25:30: Damit sie richtig prall und fester drin sitzt... ...und das ist normalerweise bei der Standardmuskete nicht gemacht worden... ...hatten Sie ja auch auf die Zeit gar nichts dazu.
00:25:40: Und das heißt, die Kugal ist im Lauf selbst sehr schon herumgeeiert.... ...und entsprechend wird es hier raus geflogen und dann hat ihr diesen... Dieser Magnus-Effekt, den die Fußballer ja auch nutzen wenn sie dem Ball so in der Kurve schießen.
00:25:56: Dann dreht sich die Kugel zwar aber unkontrolliert und dreht es sich irgendwo weg und deswegen die Ungenauigkeit.
00:26:02: Aber Es gab Musketen, die hatten gezogene Läufe.
00:26:07: Und zwar gibt's da auch eine Diskussion.
00:26:11: einige haben behauptet dass Nedy kam erst später im amerikanischen Bürgerkrieg.
00:26:16: Stimmt nicht.
00:26:16: Tatsächlich ist es auch in Sul, im Waffenmuseum gibt's ja also eine Laufzugmaschine.
00:26:22: Sie wurden im sechzehnten Jahrhundert sogar schon hergestellt vor allem für die Fürsten und Reichen als Jagdwaffel.
00:26:31: Da
00:26:31: kommt sie wiederum sehr auf Präzision dann an?
00:26:33: Ganz
00:26:34: genau!
00:26:34: Und da musste aber vieles zusammenpassen.
00:26:38: Also man hat auch keinen Lundenschloss genommen, also einen Lundenschloss hast du einfach eine brennende Lunde, eine bennende Glut die auf so ne Pfanne draufgedrückt wird bei der Moskete.
00:26:48: Da ist ein sogenanntes Zündgrau das ist ganz feines Schwarzpulver.
00:26:52: Das tut so schlagartig verbrennen und es gibt ein kleines Löchlein von der Pfanne in den Lauff rein.
00:27:00: Da wo das Schwarzspulver ist Und dieses Zündkraut entzündet wiederum das Schwarzpulver und durch die Explosion wird die Kugel nach vorne rausgeschossen.
00:27:09: Jetzt musst du also, ähm... Die Kugeln besonders angepasst werden für den gezogenen Lauf.
00:27:16: Es musste ein spezielles Schussplaster dafür genommen werden.
00:27:18: Also es musste sehr aufeinander abgestimmt werden und es musste ein anderes Schnapschloss nennt man das.
00:27:23: Also es konnte ein Ratschloss sein oder einen Steinschloss Dass du quasi beim Abdrücken dass es dann klack macht und die Zündung erfolgt.
00:27:31: Also die Waffe war wesentlich aufwendiger, wesentlich teurer.
00:27:35: Aber du konntest damit durchaus auf hundert Meter und vielleicht noch weiter zieltreffen das vielleicht mit durchmesser von zwanzig Zentimeter hat weil das Geschoss gerade geflogen ist.
00:27:46: Und diese Waffe, das finde ich hoch interessant War im Krieg verpült.
00:27:53: Wenn du also es war unehrenhaft als Soldat eine Muskete mit gezogenen Lauf zu haben.
00:27:59: Und wenn der Feind dich damit erwischt hat, dann ging es dir ganz besonders schlecht!
00:28:03: Was ich wirklich ... Mir fehlen die Worte dazu, das finde ich echt interessant.
00:28:08: was?
00:28:08: als Ehrenhaft und als Unehrenhaftheit?
00:28:10: zum Beispiel wurden sehr viele Kugeln absichtlich so als dumm-dumme Geschosse verwendet.
00:28:16: den Begriff gab's damals noch nicht.
00:28:17: aber Wenn die Kugel gekossen wird aus Blei Dann hat die noch einen Zapfen dran.
00:28:23: Den zwickt man ab, damit es schön rund ist.
00:28:25: Das wurde aber oft nicht gemacht.
00:28:26: Der Zapfen wurde absichtlich dran gelassen, damit die Kugel eben so
00:28:31: verwirbelt
00:28:32: und natürlich dann wenn sie auf den Menschen trifft einen entsprechend großen Wundkanal rausreißt.
00:28:38: Es wurden Nägel in Bleikugeln eingekostet oder zwei Kugeln zusammengekostet, damit sich auch in der Luft drehen und wirbeln.
00:28:47: Oder bei der Artillerie gab es die Kettenkugeln, sprich mal nachher noch.
00:28:51: Also all das war ehrenhaft!
00:28:53: Aber eine Muskeete mit gezogenen Lauf, weil sie genau geschossen hat, war unerrenhaft.
00:28:58: Kann ich nicht erklären, weiß ich nicht wo die Logik da
00:29:01: war.
00:29:01: Verrückt ne?
00:29:02: Ja dann lass uns mal langsam auf die größeren Varianten kommen.
00:29:12: also sprich Artilleries, weil das ist ja ... spielt ja... Zumindest auch relativ schnell im Teil eins, Tinte und Schwert eine größere Rolle.
00:29:22: Wenn dann kann ich mich noch gut daran erinnern wo sie dann warten auf die halben Kartonen?
00:29:29: Wann die denn endlich kommen und sich da eben kommen die heute noch?
00:29:32: Kommen sie morgen können wir.
00:29:34: wann können wir erstürmen?
00:29:37: Ja lass uns mal auf die Artillerie gucken.
00:29:40: was gab es damals so dazu derzeit?
00:29:42: Also ganz grob kann man sagen, die Kanonen haben sich in die Belagerungsgeschütze aufgeteilt.
00:29:46: Das waren die schweren, Katernen halbe Katerne und die Feldgeschützi, die waren etwas leichter.
00:29:53: Die hat man halt auch in den Felschlachten benutzt.
00:29:55: Die großen Belagerung geschützte brauchte man einfach um die Stadtmauern oder Burgmaueren zu brechen.
00:30:01: Da haben die kleinen Kugeln nicht ausgereicht Und eine Kartonne hatte kugelverschossen mit dem Gewicht von vierzig bis achtenvierzig Pfund.
00:30:12: Also das war dann schon wirklich so kopfgroßer und größer.
00:30:15: Und die halben Kataunen, die haben sich eher durchgesetzt weil sie etwas leichter waren besser händelbar.
00:30:22: aber eine halbe Kataune hat also auch zwischen seventy und fünfundsechzig Zentner gewogen inklusive Lafette.
00:30:28: also wir sprechen hier von dreieinhalb Tonnen und es waren zwanzig bis fünfundzwanzig Zugpferde nötig um die überhaupt zu transportieren.
00:30:36: deswegen als Belagerungsschutz weil in der Felschlacht war die einfach zu schwer und unhandlich Und damit wurden eben die Mauern bestoßen, um den Mauern dann einzureisen.
00:30:49: Das ist auch in Pilsen passiert.
00:30:51: Der General Mansfeld, der spielt eine Rolle bei mir in Tinde und Schwert hat hier im November die Stadt belagert, beschossen und er stürmt das erste Mal in der Geschichte.
00:31:01: Und er hat ja dringend auf die beiden halben Kartoffel gewartet.
00:31:05: Die hatte er nicht!
00:31:06: Er war general der Atellerie.
00:31:08: Hat aber nur sieben Feldgeschütze die gegen die starke Stadtmauer nichts ausrichten konnten.
00:31:15: Und dann hat er immer wieder diese Übergangs-Directzug in Prag angeschrieben und war auch persönlich dort gewesen, ich brauche die großen Geschützten schick mir die halben Kataunen bis sie denn endlich auch gekommen sind.
00:31:26: Und damit hat es dann auch geschafft die Rechen zu schlagen.
00:31:35: Es gibt noch schwerere Geschütze, die schaffen.
00:31:39: Die Schaffmetze hat bis zu hundert Pfund schwere Steinkugeln verschossen.
00:31:45: Das kann man aber außer Mode, weil das überhaupt nicht mehr handelbar war.
00:31:47: Ja ist ja eh schon... also ich will nicht zu viel spoilern in dem Buch, aber da kann man sich ja durchaus vorstellen.
00:31:54: So ein Ding ziehen muss mit dreieinhalb Tonnen.
00:31:57: Es gab damals ja noch wenig befestigte Straßen, jetzt haben die Schlacht ja nicht immer nur bei trockenem Sommerwetter stattgefunden sondern auch wenn es durch Nest war.
00:32:08: und so wie zieht man da eine dreienhalb Tonne schwere Kanone durch den Wald?
00:32:13: Also das
00:32:14: unvorstellbar.
00:32:15: Vor allem in den Mitteln, die die damals hatten.
00:32:17: Genau.
00:32:17: Das sind dann auch keine Reife oder keine Räder irgendwie zwanzig Zentimeter breit waren, sondern das sind ja einfache Wagenräder gewesen die dann sofort einsinken brechen wie auch immer.
00:32:28: Also es muss unglaublich schwer gewesen sein da voran zu kommen.
00:32:34: Absolut!
00:32:35: Deswegen war die Atelierie zwar effektiv aber wir waren nicht sehr verbreitet weil Nummer Eins teuer und sehr umständlich und deswegen hat man teilweise den Schlachten Also die großen Schlachten, zwanzig, dreißig, vierzigtausend Mann.
00:32:52: Da waren keine hundert Feldgeschütze im Einsatz insgesamt auf beiden Seiten und das war eben einer der Gründe, weil sie einfach so umständlich zu bedienen waren.
00:33:05: Es gibt noch – da hast du ganz kurz angesprochen – es gibt noch den Mörser.
00:33:13: Gibt's heute auch noch?
00:33:14: Aber wie sah ein Mörser damals aus?
00:33:16: Tatsächlich spielt er auch eine Rolle in Tintone und Schwert.
00:33:20: Ganz genau, also Mörser war sowas, man könnte sagen ein Steilfeuerwaffe.
00:33:24: Also es waren ganz kurz das Kanonenruhr.
00:33:27: Wir haben jetzt am Wochenende wieder mit zwei Feldstücken und einer mit einem Mörser geschossen.
00:33:34: Und der Mörrser ist halb Meter lang, schätze ich jetzt mal.
00:33:39: Es gibt noch größere Varianten aber das war so der Standardmörser sehr schwer.
00:33:44: Du brauchst vier Leute um den zu bewegen Und da wurde eine Kugel hochgeschossen im hohen Bogen über die Festungsmauer drüber in die Stadt rein.
00:33:58: Bei den Kanonen war es so, dass keine Brandgeschosse verschossen wurden.
00:34:04: Man sieht sehr oft in Filmen ... Eine Kanone donnaht los und dann explodiert irgendwo was.
00:34:09: Das ist Quatsch, das stimmt nicht!
00:34:10: Es wurde einfach nur den Kugel abgeschossen und zwar auf Mannhöhe auch nicht im ballistischen Kurve in der Regel nichts sondern auf Mann Höhe abgeschossen aus hundert aus zwehundert Meter Entfernung.
00:34:20: und die ist dann auf Kopfhöhe in den Feind rein geflogen und hat natürlich alles zerfetzt was im Weg war.
00:34:28: Und die Kugeln sind dann oft noch aufgedotzt und nochmal hochgeflogen Manchmal sogar ein zweites oder drittes Mal aufgedottst bis sie nach Sechs, sieben, achthundert Meter irgendwann ausrollte die Kugel.
00:34:39: Die Mörserkugel wurde steil geschossen und da wurden oft auch Brandgeschosse verwendet – Brandballen!
00:34:46: Und mit mehreren.
00:34:47: oft war das so dass die mehrere Zündschnürre hatten und das Problem war ja wenn du jetzt einen Brand ballen Anzündeste angezündet hast mit einer Lunde die vielleicht zehn, zwanzig Sekunden lang brennt und ein Mörser ging nicht los Hast du ein Problem gehabt?
00:35:04: Dann hat es dir also den Wasser zerrissen und bestimmt Verletzte und Tude gegeben.
00:35:09: Dann haben die aber die Möglichkeit gehabt, Brandballen in.
00:35:13: das ist so kurze Rohrein vom Wasser und durch den Wasserschuss, durch der Explosion, die den Brandballen rausgeschleudert hat, haben sich auch die Lunden entzündet oder eine der Lunden hatte er auch gereicht.
00:35:26: deswegen hat man auf mehrere Lunden genommen Und dann mit dem Ziel, dass der Brandball in die Stadt fliegt.
00:35:31: So wie ein Pilsner auch passiert und auf Strohtächer, auf Holz irgendwo drauf trifft um das eben im Brand zu setzen.
00:35:41: Das war eine Standardstrategie.
00:35:44: Die Erstürmung Magdeburgs, die Magdeburger Bluthochzeit Da wurden zum Beispiel solche Brandgeschosse auch mit eingesetzt.
00:35:56: Damit kommen wir zum Übergang.
00:35:59: quasi, es gab ja auch noch so, wenn man dann gestürmt hat.
00:36:05: Also wenn die Kartonne dann die Presche reingeschlagen hat, ist man rein und hat da natürlich viel.
00:36:13: den größten Schaden konnte man durch Brand verursachen.
00:36:17: also gab's auch Brand- und Sturmwaffen entsprechend.
00:36:21: Genau das war die Vettekruppe, die ich so aufteile.
00:36:25: Brand, Sturm, Explosionsgeschosse auch und Feuerwerkskörper jeder Art.
00:36:30: Und da war wirklich der Fantasie keine Grenze gesetzt.
00:36:33: Es gab Feuerpfeile, Feuerbolzen Auch schon aus dem Mittelalter also wie man das kennt vom Pfeil-und-Bogen-Pfeil besonders stark auch wo halt so was wie ein Brandsatz einen schmalen Betran hatte genauso von Armbrüsten verschießbar Feuerspies Also einfach mit langstieligem Spieß vorne dran eben eine Brandkugel oder einen Brandsatz.
00:36:58: Und es ging immer darum, irgendwo beim Gegner Brand zu setzen vor allem bei Belagerung nicht nur hinter der Stadtmauer, hinter der Schutzmauer sondern auch zum Beispiel Tore in Brand zu setzten um dann irgendwie zu erstürmen zu können.
00:37:15: und da wirklich also es gab Brandkugen Es gab Handgranaten damals schon es gab Glashand Granaten sehr effektiv
00:37:25: Endlich wie ein Molotov-Kockleschicht?
00:37:27: Ja, absolut.
00:37:28: Genau!
00:37:29: Also es war ein sehr dickes Glas und natürlich mit dem Brandsatz gefüllt... ich sage jetzt nicht welchen Mischung da dran gehört.
00:37:37: Und Schwarzpulver ist natürlich immer ein Teil dabei.
00:37:40: aber es gab viele fiese Sachen auch.
00:37:43: Es wurde übrigens auch Chemikal mit eingemischt um zu vergiften.
00:37:49: und ja also dann ganz aggressive Brandsätze Zum Beispiel die Pechgrenze.
00:37:56: Da konnte man so machen, dass sie sehr aggressiv und nur wenige Minuten brennen oder bis zu einer halben Stunde lang.
00:38:03: In der Regel waren diese Brände nicht löschtbar.
00:38:06: Diese Mittel, die da drin waren, haben so aggressiv gebrannt, dass du hast Wasser draufgeschüttet dann an die Weider gebrannt.
00:38:12: Das war wirklich für die Belagerten oft ein Problem.
00:38:17: Ja, man hatte damals auch nicht die Möglichkeiten, die wir heute hatten.
00:38:20: aber immer das mit einem Branden, mit dem Jutesack... oder wenn der jute Decke löschen will, funktioniert nicht.
00:38:29: Keine Chance und das haben wir demonstriert auch.
00:38:32: Wir haben natürlich bei uns in der Gruppe wieder die Experten da gibt es den einen dieser Brandmittel eben auch herstellt.
00:38:37: Pechgrenze diese Brandkugeln Handgranaten alles Und die werden dann auch demonstrieren auf Vorführungen Natürlich jetzt nicht mit scharfen Kugeln oder so drehen beispielsweise die handgranatenglas.
00:38:50: Handgranate da war natürlich heißen Splitter drin, also alles was irgendwie verletzten konnte.
00:38:56: Das hat man natürlich da nicht mit drin aber bei den Demonstrationen wärst du sehr gut verstehen, was das für einen Schaden anrichten konnte.
00:39:07: Wichtig ist aber jetzt in dem Kampf.
00:39:10: Also wenn man zurück nochmal kommt auf das Thema Tinte und Schwere solche Schlachten ja auch die gewisse Zusammenarbeit des Zusammenwirken einzelner einzelne Waffenartungen, Waffengattungen.
00:39:28: Denn wir haben es ja gerade schon gesagt also die Die Pieke ist halt nur fünf Meter lang.
00:39:33: damit kann ich auch nicht ein Feind in hundert Metern bekämpfen und die Moskete haben wir auch grade gehört ist relativ ungenau.
00:39:40: Also muss das alles irgendwie zusammen zusammenarbeiten.
00:39:45: Und lass uns mal drauf gucken wie Funktioniert jetzt beispielsweise, du hast ja das, er habt es ja schon mehrfach schön dargestellt.
00:39:53: Das Zusammenwirken zum Beispiel von Pikenieren und Musketieren.
00:39:57: Damals war der Gewalthaufen – das Terzjo war sehr verbreitet und das war eine Gruppe von Menschen bis zu dreitausend Mann in einem Quadrat.
00:40:09: Ich stelle hervor eine vier-fünf-, sechsreiige Hecke Außen rum, dass man die Musketiere, die dann also an der Front vorne dran in den Flex rein standen.
00:40:20: An den Seiten auch hinten oft auch und in der Mitte die Pikiniere.
00:40:25: Die Piken hochgehalten und ganz in der Mitte die Offiziere, Trommler, die Fahnen schwenker.
00:40:31: Und dann hat sich dieser Gewalthaufen auf dem Feind zubewegen.
00:40:36: Dann irgendwann mal nahe genug oder bevor man nahe genug war um mit der Muskete zu schießen hat die Atellerie gefeuert.
00:40:44: Von
00:40:44: hinten über
00:40:46: oben rüber?
00:40:47: Nein, nein!
00:40:48: Die haben ja nicht obendrüber gefeuert, sondern... Ach
00:40:49: nee, der hast du gesagt, die haben wir gerade geschossen.
00:40:51: Genau, die waren halt als in den Zeiten aufgestellt und dann hat also wenn man eigene Atelleries hatte war dann immer sehr schön und hat die eigenen gefeiert.
00:40:58: aber die Gegner hatten natürlich auch eine Atalerie und sie haben dann gezielt mit ihren Feldstücken in diese Gewalthaufen reingeschossen.
00:41:06: Es gibt einen Bericht wo eine Kugel muss wohl vier oder sechs oder acht Fünderkugel, nämlich an bis zu vierzig Leute getroffen hat.
00:41:17: Also weil die alle in Reihe standen.
00:41:18: Eine Kugel hatte so eine Gewalt vor allem am Anfang auf den ersten fünfzig- bis hundert Metern.
00:41:26: So eine unglaubliche Durchlagskraft dass sie wirklich alles zerfetzt und da waren.
00:41:32: die Atalerie kann etwas weiter schießen als die Muskele oder sinnvoll weiterschießen.
00:41:38: also die sind dann vielleicht so auf Zweihundert Meter, hundertfünfzig Meter Entfernung eingesetzt worden.
00:41:44: Um erst mal den Feind zu dezimieren und zu erschrecken.
00:41:48: Und dann kam man sich näher.
00:41:51: die Gewalthaufen sind aufeinander zugerutscht oder manchmal ist eine gruppi stationär geblieben Die andere ist vor bis da die Musketen zum Einsatz kommen und eine muskete.
00:42:03: Also da streiten sie jetzt auch die gelehrten drüber was es eine wirkungsvolle Entfernung, wir haben ja schon darüber gesprochen.
00:42:10: Es gibt einen Bericht da steht drin schießt die Muskeete erst ab wenn du das Weiße im Auge des Feindes siehst.
00:42:15: Das finde ich aber nahe denn ich glaube auf zehn Meter Entfernungen sehe ich das weise eines anderen Menschen nicht mehr.
00:42:21: Aber ich glaube effektiv war eine muskete wenn Du vielleicht auf zwanzig bis vierzig Meter Entfernung die eingesetzt hast.
00:42:29: und Da waren wir schon verdammt nahe.
00:42:31: Ich stelle mir das gerade vor.
00:42:34: Also es ist unheimlich schrecklich, also das ist ja so nah.
00:42:40: Da kann man sich schon fast unterhalten.
00:42:43: Ja.
00:42:45: Das ist keine Distanz mehr.
00:42:46: wenn man jetzt überlegt... Ich nehme immer als Referenz, wenn ich mir sowas vorstelle, eine Landstraße die weißen Pfosten sind fünfzig Meter auseinander von Pfosten zu Pfosten.
00:42:56: Ganz genau!
00:43:00: Da kann ich sogar mit dem Stein hinwerfen.
00:43:03: Ich nicht, aber ein Geübter kam im Stein dahin.
00:43:05: Das ist
00:43:05: unglaublich!
00:43:07: Man kann sich das echt nicht vorstellen.
00:43:09: Aber man musste wirklich so nah voneinander zugehen und dann war es also so dass jetzt zum Beispiel sagen wir mal fünfzigmal breit, fünfzig mal tief gestattelt und dann hat die erste Reihe Musketiere hat.
00:43:20: dann auf Kommando haben die geschossen ihre Salve.
00:43:23: Dann ziehen sie nach hinten in die See.
00:43:26: Sechs Reigehecke haben wir geladen und dann war die zweite Reihe, er war jetzt die erste Reihe.
00:43:32: Dann haben die geschossen und so ging das durch.
00:43:35: Und dann warst du wieder irgendwann vorne dran, hast geschossen bis nach hinten, hast gehofft möglichst schnell wieder hinten rein zu kommen.
00:43:41: Die Bikiniere komplett hinten dran, die waren noch am sichersten gewesen.
00:43:46: Wenn jetzt die feindliche Kavalerie, die feinliche Reiterei gekommen ist – die waren gefährlich für die Musketiere!
00:43:53: Denn wenn Du Deinen Schuss abgegeben hast warst du fast wehrlos.
00:43:58: Die haben zwar jeder hat seine Seitenwehr gehabt, das ist der Degen und der Dolch aber gegen einen heran stürmenden Reiter hattest du da kaum eine Chance.
00:44:07: So wenn jetzt die Reitereinheit angegriffen hat dann sind sofort die Pikeniere durch die Reihen der Musketäre nach vorne, die Musketiere zurück und die Piconiere haben ihre langen Pieken auf forty-fünf Grad abgesenkt Hinten in dem Boden gerammt und haben so einen Stangenwald den Reiter gegenüber aufgebaut, dass der Reiter wenn er weiter geredet wäre hätte sich aufgespießt.
00:44:31: Und das war natürlich sehr abschreckend gewesen und da kannst du schon erkennen an dieser Taktik wie wichtig es war, dass Disziplin gehört hat.
00:44:40: Und sehr oft sind Schlachten verloren worden übrigens auch Schlacht am Weisenberg weil die Einheiten auseinander gefallen sind, weil Panik ausgebrochen ist.
00:44:48: In dem Moment wo die ersten abhauen dann gehen immer mehr Rändern mit weg.
00:44:53: Und die, die das gut... Die Offiziere, die ihre Teams gut im Griff hatten, die haben natürlich sehr oft dann auch den Schlacht gewonnen.
00:45:01: So jetzt die Reiter wiederum, die hatten die Ratschlosspistole gehabt bis zu siebzigzehnte mehr oder konnte er auch länger sein?
00:45:06: also es war nicht eine Pistole wie wir das heute kennen sondern war ein schweres langes Heil aber immerhin vom Pferd aus bedienbar.
00:45:14: Die sind auf dem Gewalthaufen zugeritten, die Beginniere standen inzwischen vorne Und die mussten noch näher ran, um zu schießen.
00:45:23: Eine Pistole hatte keine Zieleinrichtung.
00:45:27: Also eine Moskete hatte in der Regel Chemekorn und die Pistolen hatte nichts.
00:45:31: Das ist wie mit dem Finger auf jemandem zu zeigen.
00:45:34: so hast du mit einer Pistol gezielt.
00:45:36: Du musstest näher als zehn Meter ran um eine Chance haben wirklich zu treffen.
00:45:42: Es ging auch um die Durchschlagskraft ... auf zwanzig Meter auf einen Mann geschossen hat, der vielleicht den Harnisch anhatte.
00:45:48: Dann ging das gar nicht mehr durch den Harningstuhl.
00:45:50: Also aus diesen zwei Gründen Treffsicherheit und Durchlasskraft mussten die ganz nah ran an die Piccaniere.
00:45:56: Die haben ihren Schuss abgegeben.
00:45:58: uns sind schlau nichts wieder davon damit sie nicht selbst getroffen werden.
00:46:03: Es ist wirklich es ist total verrückt.
00:46:05: also vor allem wenn man sich diese Distanzen für diese Filme sich vorstellt da stehen die immer irgendwie einer auf dem einen Hügel, der anderen auf dem anderen Hüge davor zwischen den Talen.
00:46:13: dann wird sich quasi da so irgendwie bekämpft, das entspricht ja überhaupt nicht den Tatsachen.
00:46:18: Also die standen sicher wirklich Mann gegen Mann und wenn der auf zehn Meter ran muss, dann muss das Pferd noch abwenden ohne dass es dann aufgestochen wird.
00:46:30: also das ist ja ein Wahnsinn eigentlich.
00:46:33: Es
00:46:34: waren Abschlachten gewesen und die Opferzahlen zeigen das auch was da wirklich viel viel Menschenleben gekostet, diese Art der Kriegsführung.
00:46:45: Okay, das ist ja noch schlimmer aber wir haben andere Waffen.
00:46:48: Wir haben andere waffen und man meistens nicht... Ja manchmal ist es vielleicht wenn man direkt drin stehen müsste.
00:46:54: ich du kannst jetzt ein bisschen nachvollziehen du sagst dass alles nicht scharf und so aber es ist eine Schlachtnachstellung.
00:47:01: Du kannst dir richtig... So ein bisschen geht das Adrenalin da schon dann hoch?
00:47:05: Du kannst sie so ein bisschen Nachempfinden wie die sich gefühlt haben müssen.
00:47:10: Zwei, für mich sehr wichtige Erkenntnisse muss den bisherigen Schlachtnachstellungen gewonnen.
00:47:14: Nummer eins als Autor.
00:47:17: Ich kann mich reinversetzen in das Gefühl eines Söldnes in dieser Zeit und das konnte ich ja sehr gut im Tinde und Schwert reinpacken – in den Schlachten.
00:47:26: Also mein Ziel ist es ja, den Leser wirklich damit reinzuziehen.
00:47:30: Das schaffe ich natürlich viel besser, wenn ich selbst das in der Art erlebt habe!
00:47:35: Und Nummer zwei ... Wenn ich mir vorstelle wie vor drei Wochen wieder in Bordtange, wir schießen aufeinander.
00:47:43: Aber nur mit Schwarzpulver natürlich keine Kugeln und wenn mehr näher als etwa zehn Meter sind halt mir die Waffen auch hoch weil das Schwarz-Pulver spritzt raus und das verletzt auch.
00:47:54: Obwohl es gefahrlos ist, obwohl alles klar ist jeder weiß dass es nur ein Schauspiel ist wird der sehr schnell klar wie das sein muss.
00:48:04: wenn du scharf schießt dann kann für mich die Erkenntnis nie Wieder Krieg.
00:48:10: Und ich kann nur jeden Politiker empfehlen, wer nach Waffen und nach Kriegscheit macht so eine Schlachtaufstellung nach – es ist harmlos!
00:48:19: Aber du wirst ne andere Meinung über Kriegt
00:48:21: haben.".
00:48:23: Ja, ich glaube das würde vielleicht dem einer anderen ganz gut tun ja?
00:48:29: Wir bleiben auch in unserem nächsten Podcast beim Thema Schlacht.
00:48:38: Da unterhalten wir uns über Cavalry, richtig?
00:48:41: Ja genau.
00:48:43: Dann gehen wir da genau drauf ein.
00:48:44: ich habe es ja schon angesprochen die Taktikenbisschen und die Ratschlosspistole Und die Cavalrieder gab's ja auch noch mehr als die Kurasiere, den Waffnetenreiter, die Nachfolger der Ritter.
00:48:55: Ich will jetzt nicht zu weit greifen das war also breit aufgefächert.
00:48:59: Da spreche ich mal das nächste Mal drüber.
00:49:01: Freu' ich mich schon drauf, weil du weißt... Ich bin Pferdeliebhaber!
00:49:05: Von daher freue ich mich natürlich über Pferdereden.
00:49:08: Es wird ja nicht gefallen, was dir zu glauben
00:49:10: ist.
00:49:11: Aber ich bin auch Menschenfreund dazu.
00:49:13: Hat mir das heute schon nicht gefallen.
00:49:15: Das nimmt einen natürlich ein bisschen mit.
00:49:17: Ich sag danke.
00:49:19: Super Gespräch wieder hat Spaß gemacht.
00:49:20: Gibt viele Hintergrund-Infos und das Lesen von Tinto & Schwert macht jetzt dann nochmal mehr Spaß.
00:49:28: War mir lange gewesen.
00:49:29: für den Dank, Markus.
00:49:30: Bis zum
00:49:31: nächsten Mal!